BerufsDeutsch

Pflegebericht nach verweigerter Morgenmedikation

  • B2
  • ca. 1 Min. Lesezeit
  • Pflegefachkraft
  • kostenlos

Pat. Frau L., 79 J., verweigerte heute gegen 08:00 Uhr die komplette Morgenmedikation. Auf Nachfrage gab sie an, ihr sei seit der Nacht übel und sie wolle „erst einmal gar nichts nehmen“. RR 146/88, Puls 92, Temp. 37,8. Pat. wirkte wach und orientiert, aber deutlich gereizt. Flüssigkeitsaufnahme seit Dienstbeginn gering. Ich habe Pat. über Zweck und Einnahmezeitpunkt der Medikation informiert und ihr angeboten, die Tabletten etwas später erneut bereitzustellen. Zunächst keine Einwilligung. Dr. K. wurde telefonisch informiert. AO: Antihypertensivum nicht doppelt geben, Medikation gegen 10:00 Uhr erneut anbieten, Übelkeit beobachten und Trinkmenge dokumentieren. Gegen 10:15 Uhr nahm Pat. einen Teil der Tabletten mit Tee ein, das Antihypertensivum jedoch weiterhin nicht. Keine akute Verschlechterung. Tochter wurde auf Wunsch der Pat. informiert und kündigte einen Besuch am Nachmittag an. Weitere Beobachtung im Verlauf empfohlen.

Glossar

verweigern
etwas bewusst nicht annehmen„, verweigerte heute gegen 08:00 Uhr die komplette Morgenmedikation.“
gereizt
leicht verärgert„wirkte wach und orientiert, aber deutlich gereizt.“
Einwilligung
Zustimmung zu etwas„Zunächst keine Einwilligung.“
Antihypertensivum
Mittel gegen hohen Blutdruck„AO: Antihypertensivum nicht doppelt geben, Medikation gegen 10:00 Uhr erneut anbieten, Übelkeit beobachten und Trinkmenge dokumentieren.“
Verlauf
weitere Entwicklung„Weitere Beobachtung im Verlauf empfohlen.“

Verständnisfragen

  1. Warum nahm die Patientin die Medikation zunächst nicht?

  2. Welche ärztliche Anordnung wurde gegeben?